Vorstand

Statuten
Hanspeter Mezzadri
Präsident

High: Es ist seit Jahren mein Ritual: Am Schluss eines Fischertages mache ich vor der Einfahrt in unsere Haab jeweils noch zehn Würfe mit einem Gummiköder. Eigentlich beisst nie etwas. Doch einmal, als ich mit meinem kleinen Sohn im Boot stand, da tauchte hinter dem Gummifisch plötzlich ein riesiges Hechtmaul auf. Mein Herz stand still und mein Sohn umklammerte erschrocken meine Beine. Der Monsterfisch zeigte uns seine wunderschön gefleckte Breitseite, klatschte mit der Schwanzflosse auf das Wasser und tauchte wieder ab. Es kommt mir noch heute vor wie in einem Traum.
Low: Beim Fischen habe ich selten einen Frust – doch: Wenn ich abgespannt auf den See fahre, um mich etwas zu erholen. Und dann bleibt beim ersten Wurf mein Köder im Schilf oder am Seegrund hängen. Das ist nervig.
Pie ist selbständiger Autospengler. Er ist verheiratet und hat vier Kinder, die alle auch fischen.

Steff Aellig
Vizepräsident

High: Es war beim Kajakfischen in Neuseeland. Ich machte mir jedes Mal fast in die Hosen, wenn ich durch die riesigen Brandungswellen des Pazifiks paddeln musste. Draussen war es dann nur noch ein sanftes Auf und Ab. Aber halt ein winziges Kajak auf einem riesigen Ozean. Es ist ein intensives Erlebnis, direkt neben sich einen Hai am Haken auftauchen zu sehen und ihn von Hand aufs Kajak zu ziehen. Wieder heil an Land bei der Familie ist man irgendwie nicht mehr derselbe wie vorher.
Low: In Dänemark, fünf Seemeilen «offshore», mit unserer kleinen Aluschale und dem 15 PS-Suzukischnurrli. Mein Sohn und ich fischten über einem Wrack auf Dorsch. Wegen der starken Strömung drifteten wir zu schnell über das Wrack hinweg. Deshalb kamen wir auf die saudumme Idee zu ankern. Klar: Der Anker verfing sich im Wrack. Wir kenterten beinahe beim Ziehen und Zerren. Und auch das dänische Fischerboot brachte den Anker nicht mehr los. Meiner Frau habe ich das so nie erzählt.
Steff arbeitet als Schulberater und Wissenschaftsjournalist. Er ist verheiratet und hat drei Kinder, von denen alle entweder nur Fische fangen oder nur Fische essen.

Otti Strickler
Kassier

High: Es war in einem Sommer am Melchsee oben. Ich fischte vom Ufer aus mit Wurm. Schon beim Biss spürte ich: Das muss was Grosses sein. Wenn der Fisch es bis zum Ufergras schaffte, würde ich ihn verlieren. Deshalb hielt ich die Schnur straff und kurbelte ein. Fast hätte es geklappt. Am Haken war ein wunderschöner Saibling – bestimmt über einen halben Meter lang. Ich wollte schon den Feumer nehmen, da hörte ich dieses leider allzu bekannte «Ting!» – und der Fisch war weg.
Low: Was mich beim Fischen am meisten nervt? Wenn du vom Ufer aus fischst und die anderen Fischer dir auf die Pelle rücken, sobald sie sehen, dass du fängst. Als ob man zwanzig Meter weiter rechts nicht die gleichen Chancen hätte…
Otti hat an der Casting-Weltmeisterschaft in Südafrika in der Disziplin Zielwerfen den Vizeweltmeistertitel geholt. Beruflich leitete er den Stromnetzbau einer Stadt. Er ist verheiratet, geniesst seinen wohlverdienten Ruhestand und verpasst keinen Match seiner Lieblings-Hockeymannschaft.

Peter
Aktuar

High: Eigentlich wollten wir nur eine Schlepprute und das Laufverhalten verschiedener Gummifische auf einem Köderfischsystem testen. Es gab eine regelrechte Welle hinter dem Boot, als sie biss. Als wir den silbernen Körper zum ersten Mal zu Gesicht bekamen, stockte mir der Atem: Eine Seeforelle! Die erste, die ich überhaupt je zu Gesicht bekam, dazu erst noch noch ein riesiges Exemplar! Kurz vor dem Boot sprang sie nochmals in ihrer ganzen Pracht aus dem Wasser und schüttelte den Köder kurzerhand ab. Weg war sie – der Gummifisch zerrissen und das Köderfischsystem völlig verbogen. Das ist Angeln, und so soll es sein.
Low: Auf dem See wollen alle ihre Freizeit geniessen. Damit das gelingt, braucht es gegenseitige Rücksichtnahme. Viel zu oft beobachte und erlebe ich Respektlosigkeit und Egoismus auf dem Wasser. Das ist schade. Es hat Raum für alle, aber nur, wenn die Regeln und Grenzen respektiert werden.
Peter ist gelernter Koch, ist verheiratet und hat zwei erwachsene Kinder. Sein Sohn fischt ebenfalls.

Philipp Treichler
Jungfischerobmann

High: Es war in Finnlands Schäreninseln beim goldenen Licht der Mittsommernachtssonne, als der Biss kam. Ich zog die Schleppleine von Hand zum Boot – Zug um Zug – ein direkter unmittelbarer Kontakt zu diesem prächtigen Fisch. Spiegelglatte See, nur ich und meine Meerforelle am Haken. Jede Muskelfaser in meinem Körper war angespannt. Allerhöchste Konzentration. Schon der kleinste Fehler kann zum Verlust des Fisches führen. Als diese majestätisch grosse Meerforelle nach langem Kampf endlich an Bord war, spürte ich meine weichen Knie; die Hände zitterten noch Stunden danach. Fast schon wie bei Hemingway.
Low: Highlights wie diese kapitale Meerforelle sind für mich der Antrieb zum Fischen. Für diese Momente gebe ich alles. Aber um ehrlich zu sein, sind solche Erfolge doch eher selten. Oft verbringt man Stunden bei garstigen Bedingungen auf dem Wasser, verliert dann beim einzigen Biss des Tages den Fisch noch kurz vor dem Boot und zerbricht sich danach stundenlang den Kopf darüber, was man alles hätte besser machen können. Auch das gehört zum Angeln.
Philipp ist Lehrer, hat Familie und schneidet gerne alte historische Filmaufnahmen aus Richterswil.

Nils Anderson
Beisitzer

High: Es waren meine ersten Fischerferien in Schweden. Die ganze Woche war das Fischen auf die Hechte schwierig. Am letzten Abend kam es wie es kommen musste, mein Jerkbait nahm ein gut genährter Hecht von 90 Zentimeter direkt vor dem Boot, ich konnte ihm dabei in die Augen (und id Schnörre) sehen! Bei der anschliessenden Landung ging dann auch der Feumer in die Brüche. Meine beiden Bootskameraden die ebenfalls während der ganzen Woche keinen «anständigen» Hecht fingen, freuten sich, wie wenn es ihr eigener gewesen wäre – dieses sich Mitfreuen ist mir beim Fischen grad so wichtig wie der Fang.
Low: Diese zahlreichen Tage, wo Du von Anfang an das Gefühl hast am falschen Ort zu ankern, in der falschen Tageszeit zu fischen, den falschen Köder in der falschen Farbe zu wählen und auf den falschen Zielfisch zu fischen. Gekrönt wird’s dann noch durch einen Hänger, einen Drilling im Finger und plötzlich aufziehenden Wind.
Nils  arbeitet als Chefredaktor beim «Petri-Heil». Wie wenn das nicht genug wäre, führt er mit seinem Bruder ein Konzertlokal und ist in der Geschäftsleitung des Wädenswiler Caterings gmt party team tätig. Zum Heiraten fehlte bisher die Zeit.

Pius Rota
Vereinsfischer-Organisator

High: Text
Low: Text
Pius Text

Urs Honegger
Bootslagerwart

High: Am liebsten gehe ich sonntags ganz früh alleine fischen, die Ruhe geniessen und entspannen. Am späteren Morgen hole ich dann meinen Sohn Severin ab, und wir fischen zusammen und haben viel Spass daran. Ein erfrischendes Bad darf danach natürlich nicht fehlen.
Low: Obwohl es sehr entspannend ist, alleine zu fischen, ärgert es mich dann doch, wenn ich nach Stunden ohne Fisch an Land muss… oder wegen der Schauklerei von den vielen Sonntagsfahrern an Land muss, weil mir dann doch übel wird.
Urs ist im technischen Brandschutz tätig, ist verheiratet und hat drei Kinder. Sein Sohn Severin ist ebenfalls im Fischerverein als Jungfischer dabei.

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