Ich seh die Welt von oben…

Eigentlich kommen wir ja nur zum Fischen aufs Wasser. Aber an diesem Tag ist das Licht so herrlich – es wäre eine Sünde, wenn Silvans Drohne heute nicht zum Einsatz käme. Aber eben: Filmen heisst immer, den Fischer-Flow zu unterbrechen, durchs Kameradisplay neidisch zuschauen, wie sich bei allen anderen die Rute krümmt.

Klar, im fertigen Video sieht man dann nicht, dass viele Kumpels am Jammern sind, weil sie vor allem Baby-Egli an den Haken kriegen. Oder undermässige Felchen. Man schneidet ja auch nur jene Szenen zusammen, wo die Post abgeht. Zum Beispiel, wenn Uelis Rutenspitze zum Wasser zeigt. Oder wenn Gastfischer Roger zum «Strike»kommt. Oder wenn Liam, unser jüngster Jungfischer, seine allererste Felche ganz alleine fängt. Diese erste Felche, so vermute ich mal, wird für den stolzen Papa Philipp Anlass sein , wieder einmal ins Portmonee zu greifen und seinem Junior eine richtige Felchenrute zu kaufen. Nicht so «Chilbizüg», mit dem man den Biss erst dann sieht, wenn die Felche schon längst hängt.

Was ich cool finde am SPOFI Vereinsleben? Dass die Buddys auf dem Boot nebenan nicht fluchen, wenn meine Zapfenhegene in ihre Leine driftet und dort ein heilloses Durcheinander anstiftet. Dass sie stattdessen heimlich eine Dose Bier an meinen Zapfen hängen und rufen: «Steff, bei dir ist garantiert etwas dran!»

Drohnenkamera: Silvan Aellig
Text und Schnitt: Steff Aellig

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